Erfreuliches gibt es bei einem Blick auf die aktuelle FEI-Weltrangliste der Nachwuchs-Dressurreiter zu berichten : Bei den Jungen Reitern (U21) steht Österreich zahlenmäßig am besten da. Acht Reiterinnen und Reiter konnten sich mit insgesamt neun Pferde unter den besten 100 Young Riders platzieren, angeführt vom Kärntner Felix Artner (Team Gut Muraunberg). Der Schüler von Staatsmeister und Olympia-Teilnehmer Christian Schumach rangiert mit Auheim’s Divine Etincelle, den er nach der Verletzung seines Sisley Santino übernehmen durfte, auf dem 24. Platz. Gleich zwei Mal findet sich Artners Vereinskollegin Chiara Pengg unter den Top 100:  Auf Rang 77. mit Auheim’s Del Magico und Platz 90 mit Auheim’s Feliciano.

     

    Auch in der Kategorie U25 ist ein Kärntner Reiter zu finden: Florian Artner schaffte mit Briar Junior den Sprung auf Rang 94.

    Kärntens Aushängeschild in Sachen Dressurreitsport Christian Schumach (Team Gut Muraunberg) reitet weiter auf der Erfolgswelle: Im polnischen Zakrzow trug sich der frischgebackene Staatsmeister im Sattel seines Paradepferdes Te Quiero SF im Grand Prix in die Siegerliste ein. In der Weltcup-Kür platzierte sich das Paar auf dem fünften Rang. Der Sieg ging dabei an die Doppelolympiasiegerin und Europameisterin Jessica von Bredow-Werndl (GER). Auch abseits des Dressurvierecks durfte der St. Veiter als Trainer jubeln: Sein Schützling Felix Artner belegte in der Young Rider-Tour mit Auheim’s Divine Etincelle Rang eins, zwei und drei. 

     

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    Kärnten hat einen neuen Staatsmeister! Olympiateilnehmer Christian Schumach (Team Gut Muraunberg) dirigierte den zehnjährigen Holsteinerwallach Te Quiero SF am Reiterhof Stückler in St. Margarethen im Lavanttal in der finalen Musikkür gekonnt durch das Dressurviereck und sicherte sich mit zwei souveränen Siegen den österreichischen Staatsmeistertitel in der Dressur. Silber sicherte sich Katharina Haas (OÖ) mit Let it be, vor der Steirerin Franziska Fries - übrigens stolze Besitzerin des Siegerpferdes Te Quiero - auf Atomic. 

    "Er ist einfach ein Weltpferd", lobte der frischgebackene österreichische Staatsmeister nach seinen Top-Runden in der Musikkür und dem Grand Prix. "Er steht noch in den Anfängen seiner Karriere und er macht einfach einen ganz einen tollen Job“resümierte Schumach nach seinen souveränen Ritten.

    Auch in der kleinen Tour waren Kärntens Farben am Podest vertreten: Julia Pucher (RSC Jauntal) holte sich mit Sir Weinberg Bronze. Die Unterkärntnerin musste sich nur dem erfahrenen Peter Gmoser aus dem Burgenland geschlagen geben. Silber holte sich die Wienerin Katharina Winkler. 

    Gleich zwei Medaillen gab es für das Bundesland Kärnten in der Klasse der Para Equestrian: Erwartungsgemäß holte sich der Steirer Pepo Puch, der bereits in diesem Jahr bei den Paralympics eine Medaille holte, Gold. Aber schon auf Rang zwei war mit Julia Sciancalepore (RV St. Georg) mit ihrem Heinrich eine Kärntnerin vertreten. Rand drei und damit Bronze gab es für Caroline Mente (OG Steckenpferd), die ihren Quaterline gesattelt hat. 

    Fotohinweis: Petra Kerschbaum/equo.et

    Österreichs Dressurelite trifft sich am kommenden Wochenende auf der Reitanlage der Familie Stückler in St. Margarethen im Lavanttal: 120 Pferde werden im Rahmen der Österreichischen Staatsmeisterschaft in allen Klassen und der Österreichischen Paraequestrian in der Dressur an den Start gehen. So hat auch Kärntens Aushängeschild in Sachen Dressurreitsport Christian Schumach seine Nennung abgegeben. Ebenfalls am Start: Schumachs Olympia-Mannschaftskollege Florian Bacher (ST).  In den Nachwuchsklassen und in Rahmenbewerben mit dabei: Florian und Felix Artner, Chiara Pengg, Jasmin Jaklic, Julia Pucher (alle Kärnten). Aus dem Para-Dressurlager wird der mehrfache Olympia-Medaillengewinner Pepo Puch sein Pferd satteln.  Ihm will die Kärntnerin Julia Scialapenore den Sieg und damit den Staatsmeistertitel streitig machen. 

    Der Steirer Pepo Puch strahlte am Montag bei den Paralympics in Tokio mit seiner Silbermedaille in der Kür um die Wette. Sehr zufrieden war auch die Kärntnerin Julia Sciancalepore: Mit Heinrich IV holte die Villacherin in der Kür 71,060 Prozentpunkte und somit den 7. Platz im Achterfinale.

    „Ein paar Stunden vor dem Bewerb hatte ich ein kleines mentales Down, es war irgendwie alles durcheinander. Mit der Hilfe des Teams habe ich mich dann beruhigt und fokussiert.“  Im Viereck war von Down nichts zu merken. Ganz im Gegenteil. Sciancalepore zeigte zu „Cover Me In Sunshine“ von P!ink eine blitzsaubere Kür: „Das Finale bei den Paralympics war mein großes Ziel. Das Gefühl, hier gemeinsam mit Heini reiten zu können, war unbeschreiblich.“

    Heinrich IV, laut Sciancalepore eine „richtige Diva“, konnte sich im richtigen Moment fokussieren: „Kaum waren wir mit der Kür fertig, hat er schon wieder seitlich überall geschaut und war abgelenkt.“ Die Belohnung für den Sportpartner? „Müsli, Äpfel, alles was er will – nur kein Kaffee.“

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