Daumen halten heißt es Ende März für Kärntens Aushängeschild in Sachen Dressurreitsport Christian Schumach: Der St. Veiter vom Team Gut Muraunberg hat sich mit seiner Westfalen-Stute Donna Karacho für das FEI Weltcup-Finale in Göteborg qualifiziert. Nicht aus den Augen verloren hat das erfolgreiche Duo zudem die Olympia-Teilnahme in Tokio.

    Das Finale findet unter strengsten Corona-Auflagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Den Reitsport macht aktuell nicht nur die Corona-Pandemie zu schaffen, sondern auch der Ausbruch einer Herpes-Infektion, wonach zahlreiche Turniere in Europa abgesagt wurden. Auch in Österreich wurde alle Pferdesportveranstaltungen bis Ende März abgesagt.  

    Kärntens Dressurreiter waren am Wochenende im niederösterreichischen Magna Racino im Einsatz - und das höchst erfolgreich. Stephanie Dearing (Team Gut Muraunberg) konnte mit Auheim`s Riano gleich drei Mal Bewerbe der Klasse für sich entscheiden. Im Sattel von Rhodium konnte sich die St. Veiterin ebenfalls zwei Mal in der Klasse top platzieren. Mit Auheim´s Roi de Coeur gab es noch einen dritten Platz in der Klasse S. Ebenfalls hoch platziert waren Felix Artner mit Auheim´s Divine Etincelle und Chiara Pengg mit Auheim´s Del Magico FRH bzw. Auheim´s Feliciano, beide vom Team Gut Muraunberg.   

    Auf der Erfolgswelle ritten am vergangen Wochenende Kärntens Dressurreiter beim nationalen Turnier im oberösterreichischen Stadl-Paura: Christian Schumach (Team Gut Muraunberg) blieb gleich zwei Mal mit Sardera S in Prüfungen der Klasse S siegreich. Stephanie Dearing, ebenfalls vom Team Gut Muraunberg, holte sich in der Klasse M im Sattel von Saphir den Sieg und wurde zudem ein weiteres Mal Dritte. Mit Rhodium startete Dearing ebenfalls in der schwersten Klasse und durfte sich einmal über Platz vier, ein weiteres Mal über Rang sechs freuen. An den Start ging auch Schumachs Schüler Felix Artner, der mit Auheim´s Divine Etincelle in der Klasse S mit den Platzierungen 7 und 4 die Heimreise antrat.

    Über den von 2020 auf 2021 verschobenen Sommerspielen steht aufgrund der anhalten Coronavirus-Pandemie weiterhin ein großes Fragezeichen. Dessen ungeachtet läuft die Organisation des sportlichen Mega-Events weiterhin auf Hochtouren. Am Mittwoch präsentierte das Internationale Olympische Komitee ein 32-seitiges „Playbook“, das beschreibt, wie sich die Aktiven zu verhalten haben, damit die Spiele 2021 möglich werden. Im Falle einer Durchführung müssten sich alle TeilnehmerInnen auf starke Einschränkungen einstellen, was die Bewegungsfreiheit in Tokio anbelangt.

    Eine Absage träfe auch das Dressurreferat des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) hart. Immerhin hat man für Tokio erstmals seit 2004 wieder ein Team qualifizieren können. Und die Auswahl an potenziellen Kandidaten für eine rot-weiß-rote Equipe ist erfreulich groß. Aus Kärntner Sicht besonders erfreulich: Das Aushängeschild in Sachen Dressurreitsport in unserem Bundesland Christian Schumach (Team Gut Muraunberg) ist gleich mit zwei Pferden, nämlich mit Donna Karacho und Sinclair Jason; im Olympiakader.

    Das sportliche Ziel, das man sich für die Spiele in Tokio gesetzt hat, ist ambitioniert, aber nicht unrealistisch. „Wir wollen uns mit unserer Mannschaft in der Mitte des Teilnehmerfeldes platzieren und eine Einzelreiterin beziehungsweise einen Einzelreiter ins Finale bringen“, gibt Sportdirektor Christian Steiner die Richtung vor.

    Die finale Ausscheidung soll im Rahmen des CDI4* in Achleiten.auf der Anlage von Olympiasiegerin und OEPS-Präsidentin Sissy Max-Theurer  durchgeführt werden.

     

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    Erfolgreicher Saisonabschluss für Nina Ryall beim CDI3*, einem Internationalen Dressurturnier auf 3* Niveau in Italien.

    In der Nähe von Mailand fand auf der Anlage der Scuderia Malaspina Ornago ein internationales Dressurturnier mit starker Konkurrenz aus ganz Europa statt. Nina Ryall konnte mit ihrem 16 jährigen Pferd Latinum eine solide Runde im Grand Prix, der schwersten Klasse des Turniers zeigen und wurde mit 67,69% mit einer Platzierung auf dem 6. Platz belohnt und hat sich somit für die nächste Saison für Internationale Qualifiziert.

    Dieses Ergebnis führte auch zu einer Höherreihung in der Österreichischen Dressurrangliste auf Platz 14 von ca. 2500 Reitern.

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